Ein Jahr der Superlative liegt hinter dem Musikverein. Unvergesslich bleibt das 100-jährige Jubiläum mit Kreismusikfest. Nun folgten im Rückblick die Daten und Fakten in der Hauptversammlung.
Vorstand Johannes Görke ließ alle wichtigen Ereignisse von 2025 in seinem Bericht Revue passieren. Insgesamt gehören dem Musikverein 267 Mitglieder an, davon 144 aktive Musiker in allen Altersklassen. Mit über 40 Musikern im Aktiven Blasorchestern zeigt sich Dirigent Sascha Eisenhut mit einer mannstarken Besetzung. Diese brillierte beim viertägigen Fest mit einem Ausklang, der noch lange im Gedächtnis bleibt. Mit 88 Musikern unter 18 Jahren ist der Vereinsnachwuchs gesichert, freute sich Görke.
Mit den üblichen Terminen im Musikverein-Jahreskalender traten die unterschiedlichen Orchester in und um Kuppingen auf. Mit mehreren Marschproben lag schon einige Wochen vor dem großen Fest Ende Mai Feststimmung in der Luft, als die Musiker die Ortsdurchfahrt durchmarschierten. Die vier Festtage im Mai mit Mickie Krause, Josef Menzl, Massenchor, Umzug, Zapfenstreich, Generationennachmittag und vielem mehr hat Kuppingen weit über die Grenzen des Gäus hinaus bekannt gemacht. „Und der Ausklang am Montagabend lieferte dazu ein bombiges Finale“, lobte Görke.
Insgesamt wurde 36-mal geprobt, auch zwei Probewochenenden standen auf dem Programm. In voller Vorfreude auf das Jubiläumsfest war der Probenbesuch 2025 mehr als zufriedenstellend. Auch für alle Akteure in der Vorstandschaft war das Jubiläum ein riesiges Ereignis mit vielen Sitzungsstunden, Arbeitseinsätzen und ehrenamtlichem Engagement. „Auch wenn es anstrengend war, hätte man es nicht besser machen können“, ist sich Görke sicher.
Er lieferte im Anschluss eine kleine Vorschau für dieses Jahr, in dem der Musikverein wieder bei mehreren Auswärtsauftritten zu hören und zu sehen sein wird. Unter anderem werden die Musiktage in Herrenberg und das Kreismusikfest in Gültstein heiß herbeigesehnt.
Auch die Jugendarbeit kam im vergangenen Jahr nicht zu kurz, fassten Jugendleiter Daniel Reichenecker und Jugenddirigentin Nadine Marquardt in ihren Berichten zusammen. Über 75 Kinder und Jugendliche wurden nicht nur musikalisch angeleitet, sondern erlebten auch viele kameradschaftliche Events wie die Fahrt auf einem als Segelschiff gestalteten Lastwagenanhänger beim großen Festumzug. Dabei spielte das Jugendorchester die Titelmelodie von „Fluch der Karibik“ – im Wechsel mit den Mondschein Musikanten, welche mit der „Fischern vom Bodensee“ einen Genre-Kontrast boten. Bei den D-Lehrgängen konnten einige Jungmusiker beeindruckende Leistungen erzielen. Mit vielen Instrumentenvorstellungen wurden wieder 14 „BläserKids“ angeworben, so dass dieses Projekt in die nächste Runde gehen konnte. „Musik allein wird unsere Kinder im Verein nicht halten, deswegen sind Freizeitaktivitäten umso wichtiger“, fasste Marquardt zusammen.
Die Mondschein-Musikanten durften mit dem Frühschoppen das Jubiläumsjahr 2025 eröffnen und ebenso mit einem solchen schließen, denn das Advents- und Jubiläumskonzert im Dezember wurde kurzerhand zum Zwei-
Tages-Event gemacht. Am Samstagabend zog das Aktive Blasorchester sämtliche Blasmusik-Register und am Sonntag spielten die Vereinsjugend und die Mondschein-Musikanten in gemütlicher Atmosphäre zur Unterhaltung auf.
Beeindruckt von der Kondition der Musikvereinler zeigte sich Ortsvorsteher Markus Speer in seinem Grußwort. „Es war ein fulminantes Fest, das noch ewig nachwirken wird in der gesamten Bürgerschaft. Dass Ihr nur vier Wochen später mit dem Zwiebelkuchenfest noch mal ein Zwei-Tages-Fest wuppt, hätte sich keiner erträumt!“ Da freuen sich die Kuppinger jedes Jahr drauf und diese Leistung zeugt wirklich von wahrer Ausdauer. Außerdem trat zum ersten Mal ein Laufteam des Musikvereins beim Kuppinger „Mofängerlauf“ an. Die Jugendarbeit des Musikvereins ist Speer ein besonderes Anliegen: „Ihr ermöglicht es, dass die Kinder auch mal ein paar Minuten von Handy, Tablet und Co. wegkommen.“ Ebenso sind für ihn Rituale wie das Weihnachtsliederspielen an Heiligabend ein wahrer Schatz für den Ort.
Er berichtete von den neuesten Entwicklungen des Backhauses, welches elementar für den Musikverein ist. „Ich möchte die Backhauskultur weiterführen in die Zukunft. Das alte Backhaus wird nicht abgerissen, betonte er. Mittlerweile wurden Öfen besichtigt und es soll eine Mischung aus Holz- und Elektroöfen das neue Backhaus an der Gemeindehalle ausstatten. „Hier entsteht ein neues Zuhause für unsere Kuppinger Backkultur!“
Auf der Tagesordnung standen auch Neuwahlen. Johannes Görke wurde erneut als Vorsitzender gewählt. Hans Reichenecker übergibt den Stab des Kassiers an Andreas Biehl weiter. Als Beisitzer wurden Nele Gärtner, Ludwina Schwarzwälder-Nüßle, Hans Reichenecker und Lea Pfister gewählt. Hier schied Diana Keller nach 20 Jahren als Beisitzerin aus. Daniel Reichenecker, Fabienne Wiesner sowie Sophie Wagner wurden als Jugendleiter und deren Stellvertreter bestätigt.
Ole Reinhold wurde für zehn Jahre und Diana Keller und Ann-Kathrin Widmann wurden für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Über eine Auszeichnung für 20 Jahre Fördermitgliedschaft freuten sich Karlheinz Hätinger, Martina Hörmann, Eberhard Holz und Alexander Schill. Wolfgang Mayer, Horst Messerschmid, Anni Seeger und Achim Rath erhielten die Ehrung für 30 Jahre fördernde Mitgliedschaft.
Artikel vom Gäuboten, 26.03.2026
